Kükenaufzucht


Kükenaufzucht  – In 2 Schritten zur sicheren Aufzucht

In der Hühnerhaltung ist es grundsätzlich nicht sonderlich relevant, ob die Kükenaufzucht auf natürlicher oder künstlicher Basis geschieht. Während die mütterliche Fürsorge vor allem bei Menschen im Säuglingsalter überlebensnotwendig ist, müssen Küken nicht unbedingt im engen Kontakt zu deren Müttern aufwachsen. Die kleinen Vögel werden als sogenannte Nestflüchter bezeichnet. Bei ausgewachsenem Alter kann man keinen Unterschied mehr zwischen künstlicher & natürlicher Entwicklung feststellen (jedenfalls ist mir nie ein Unterschied aufgefallen).

Kükenaufzucht




Somit unterscheiden wir zwischen zwei Aufzuchtsarten:

  • Natürliche Kükenaufzucht
  • Künstliche Kükenaufzucht

Was Du in diesem Artikel erfährst und was Du nicht erfährst

In diesem Artikel erhälst Du eine detaillierte Anleitung zur künstlichen & natürlichen Kükenaufzucht. Dabei decken wir alle Lebensbereiche vor und nach dem Schlupf des Kükens ab. Wir werden hier allerdings nicht auf die Auswahl des passenden Brutgeräts eingehen. Wenn Du an einem Vergleich von kleinen und größeren Brutmaschinen interessiert bist, dann wird Dir mein Artikel über Brutgeräte sicherlich weiter helfen.

Schritt 1: Vor dem Schlupf der Eier

Brutei

Vor dem Schlupf sollten mehrere Faktoren bezüglich des Bruteis beachtet werden. Die wahrscheinlich wichtigste Grundvoraussetzung ist die Befruchtung des Eis. Hierbei gibt es wiederum zwei Möglichkeiten, aus denen Du wählen kannst.

 

Option 1: Befruchtung durch den eigenen Hahn

Bei der Befruchtung in der privaten Hühnerhaltung sollte ein gutes Gleichgewicht zwischen der Anzahl an Hennen und Hähnen bestehen. Diese Anzahl ist jeweils von der Rasse abhängig . Bei leichten Hühnern ist ein Verhältnis von etwa 15:1 empfehlenswert, bei den schweren Rassen ist ein Verhältnis von 10:1 angemessener. Zuätzlich gilt, dass man bei den Hähnen ebenfalls ein Auge auf deren Vitalität werfen sollte. Vorteilhaft an dieser Stelle sind natürlich junge Hähne, die über eine gute Durchsetzungskraft verfügen.

 

Option 2: Kauf befruchteter Eier

Der Kauf von befruchteten Hühnereiern ist beim Züchter, Landwirt oder im Internet möglich. Dies ist natürlich abhängig davon, welche Hühnerrasse man letztendlich anstrebt zu halten. Weitere Optionen bzw. zusätzliche Möglichkeiten sind beispielsweise Ebay-Kleinanzeigen oder andere Webseiten. Dieser Weg der Erhalt der befruchteten Eiern ist zu empfehlen, wenn man sich für eine Hühnerhaltung ohne Hahn entschieden hat.

 

Hühnerzucht

 

Auswahl des Bruteis

Für die Auswahl eines idealen Bruteis sind folgende Faktoren zu beachten:

  • Zwischen 50-60 g schwer
  • Es muss unbeschädigt und sauber sein
  • Das Ei sollte ovaloid geformt sein

 

Um kleine Mikrorisse oder Blutflecken zu erkennen, kannst Du mit einer starken Taschenlampe in einen dunklen Raum gehen und direkt durch das Ei leuchten. Dadurch bekommst Du nicht nur einen sehr guten Eindruck vom Inneren des Eis, sondern kannst ebenfalls die Risse besser erkennen. Dieser Vorgang nennt sich Schieren und wird im Laufe des Artikels noch detaillierter angesprochen.

 

Lagerung des Bruteis

Da nicht jeder eine riesige Anzahl an Hühnern besitzt, die zur gleichen Zeit befruchtete Eier legen, ist eine Ansammlung der Eier üblich. Hierbei ist zu beachten, dass die Eier richtig gelagert werden sollten. Grundsätzlich sollte man Bruteier bis zu zwei Wochen lagern. Durch jeden weiteren Tag nimmt der Flüssigkeitsgehalt im Ei stetig ab und somit sinkt schlussendlich die Brutrate.

Natürlich ist an diesem Punkt anzumerken, dass die angesprochenen 14 Tage eine Richtlinie darstellen. Es ist selbstverständlich auch möglich, 21 Tage zu warten und dennoch ein gutes Ergebnis bei der Brut zu erzielen. Des Weiteren ist es überlebensnotwenig, die richtige Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit einzuhalten. Die Temperatur sollte idealerweise zwischen 12 bis 14°C betragen, während die relative Luftfeuchtigkeit sich zwischen 65% bis 75 % einpendelt.

Die Lagerung erfolgt in simplen Eierkartons oder Holzhorden. Dabei ist zu beachten, dass der spitze Winkel des Eis nach unten zeigt.

 

Eier-im-Eierkarton

 

 

Das Schieren

Das Schieren wurde schon im Vorfeld kurz angeritzt. Wie bereits gesagt, kannst Du für das Schieren eine Taschenlampe in dunklen Räumen benutzen. Es gibt auch spezielle Schierlampen, die extra dafür ausgelegt sind. Typischerweise wird zwei Mal innerhalb der 21 tägigen Brutphase geschiert einmal am 7. & einmal am 18. Tag.

Dadurch kannst Du den Entwicklungsstand in der Brutphase beobachten und diejenigen der Eier entfernen, die unbefruchtet oder abgestorben sind.

 

Schierlampe

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  • Ein unbefruchtetes Ei wirkt durch das Lichtbild durchsichtig und klar und der dunklere Dotter ist sichtbar umgrenzt
  • Etwas schwieriger ist es, ein befruchtetes, aber abgestorbenes Ei zu erkennen. Ein Indiz dafür ist der rötliche Ring, welcher von einen verschwommenen Keim umgeben ist. Außerdem ist der abgestorbene Embryo meist gräulich-schwarz.
  • Ein befruchtetes Ei ist an der sogenannten Blutspinne zu erkennen und an einem schwarzen Fleck (Keim), welcher in der Mitte zu finden ist. Außerdem ist ein normal entwickelter Embryo nicht gräulich-schwarz, sondern rötlich.

 

Das Wenden

Das Wenden der Eier während der Brutphase ist überlebenswichtig, da sonst der Embryo dauerhaft an der Schale anhaftet. Mit dem Wenden der Eier bleibt der Embryo beweglich und wird auch nicht an der Schale festkleben. In der natürlichen Brut übernimmt die Henne die Aufgabe, ihre Eier fürsorglich zu wenden. In der künstlichen Kükenaufzucht muss der Hühnerhalter dies per Hand übernehmen oder er besitzt ein Brutapparat, der dies automatisch durchführt. Es gibt sogar einen Mittelweg, welcher Halbautomatik genannt wird. Mehr dazu in diesem hilfreichen Artikel über Brutgeräte.

Faustformel: Die Eier sollten mindestens 3-4x pro Tag um ca. ¼ der Längsachse gewendet werden.

Profitipp: Bei Wenden der Eier per Hand kannst du jeweils 4 Bleistiftstriche entlang der Lenksachse vorsichtig markieren. Somit reduzierst Du eine versehentliche Fehlerquote und weißt, um wie viel Du das Ei jedes Mal drehen musst.

 

Schlupf

Der Schlupf ist für Jung als auch Alt meistens ein sehr großes Highlight. Ich kann mich persönlich noch gut daran erinnern, als meine Großmutter damals uns zum Brutgerät gerufen hat. Gespannt habe ich immer wieder stundenlang als kleiner Junge beobachtet, wie die süßen Küken sich Schritt für Schritt allmählich befreiten.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Küken voraussichtlich etwa am 21. Tag schlüpfen. Der Ausbruch beginnt jedoch schon ab dem 17. Bruttag. Hierbei schiebt der Embryo seinen Schnabel in die Luftblase und stimuliert seine Lungenaktivität. Außerdem beginnt bei der natürlichen Brut 2-3 Tage vor dem Schlupf die Mutter-Kind-Beziehung. Das Kleine beginnt, sich die Glucktöne der Mutter einzuprägen und gleichzeitig mit einem zärtlichen Pieplaut auf diese zu antworten.

 

Hühner Küken Aufzucht

 

Im Gegensatz zur natürlichen Brut ist es in der künstlichen Brut möglich, den Schlupfvorgang zu beobachten. Wer diesen Prozess schon mal mit eigenen Augen beobachten konnte, weiß, wie anstrengend dieser Ausbruch für die kleinen Küken ist. Es ist nicht unüblich, dass dieser Vorgang sich über 1-2 Tage erstrecken kann. Oftmals kann man sich dabei einfach nicht zurückhalten und man möchte die Küken gerne beim Schlupfprozess helfen, damit sie es leichter haben, rauszukommen.

Diese Hilfestellung ist meiner Meinung nach absolut nicht empfehlenswert. Warum? Wenn ein Küken es nicht aus eigener Kraft schaffen sollte, sich aus dem Ei zu befreien, hat es den Test nicht bestanden und ist somit MEIST nicht genug lebensfähig. Außerdem passiert es sehr leicht, die kleinen Vögel durch versehentlichen Druck zu verletzen.

Nach dem Schlupf sehen die Küken (wie bei einer menschlichen Geburt) erschöpft, nass und verklebt aus. Eine kurze Zeit später sind diese allerdings bereits herausgeputzt und sehen dann auch wie „normale“ wuschelige Küken aus, wie wir sie alle kennen und lieb haben.

 

 

 

Schritt 2: Nach dem Schlupf der Eier

 

Nachdem die Küken aus ihren Eiern geschlüpft sind, müssen zuallererst ihre Grundbedürfnisse gedeckt werden. Zum einen ist das die Wärme und zum anderen ist es ein sicherer und trockener Lebensraum.

 

Natürliche Kükenaufzucht

In der natürlichen Aufzucht muss der Hühnerhalter sich nicht um die Temperatur und die passende Luftfeuchtigkeit der Küken sorgen, da die Henne die Kleinen unter ihre Schützenden Fittiche nimmt. Vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt sollten die Küken nicht im direkten Kontakt mit den anderen Hühnern und Hähnen stehen. Durch eine schlagartige Veränderung der Hordengröße kann es mitunter durchaus zu Angriffen und Streitigkeiten kommen.

Grundsätzlich sollte das Klima trocken und zugfrei sein sowie etwa 20°C betragen. Außerdem sollten die Küken auch genügend Licht bekommen. Die einzige Möglichkeit, eine gluckende Henne zu erkennen, ist durch ihr Verhalten. Sie distanziert sich dabei allmählich von der Hühnerherde. Außerdem wirkt sie relativ unruhig und ebenfalls hastig. Ein weiteres Merkmal ist das übermäßige Sträuben ihres Gefieders.

Im Gegensatz zur künstlichen Kükenaufzucht ist die natürliche Aufzucht zeitlich etwas beschränkter. Die Hauptphase einer brütigen Henne liegt vor allem zwischen den Monaten April und Mai. Natürlich sind diese allgemeine Richtwerte sowie Erfahrungen, Schwankungen, welche ab und zu auftreten können, sind völlig natürlich.

 

Küken

 

Es gibt die Möglichkeit, den Bruttrieb einer Henne zu fördern, sodass die Wahrscheinlichkeit steigt, brütig zu werden. Vor allem drei Faktoren sind dafür ausschlaggebend.

  1. Frisches Grünfutter
  2. Ein halbdunkles Legenest im sicheren und trockenen Stall
  3. Porzellaneier

Mehr zum Bau, Kaufempfehlungen und anziehende Reize für Hühner eines Legenests findest Du in diesem Artikel über Hühnernester.

Bei der natürlichen Kükenaufzucht muss der Hühnerhalter während der 21 tägigen Brutphase nahezu nichts machen. Die Henne erledigt prinzipiell alles selbst. Wie praktisch für uns! Eine hilfreiche Geste, was wir für die Henne tun können, ist das Anbieten von frischem Wasser und ausreichendem Hühnerfutter nahe des Nestes.

Circa 1-mal pro Tag vertritt sich die Glucke die Beine. Diesen Gang fern ihrer Bruteier verbindet sie mit Fressen, Trinken und Koten. Da die Bruteier auch Frischluft benötigen, profitieren beide Seiten davon.

 

Freilaufende Hühner

 

Bei den ersten Abenteuern der kleinen Küken sollte die Außentemperatur ca. 18°C betragen. Beträchtlich kältere Temperaturen würden unangenehm bzw. gefährlich für die Kleinen werden. Vor allem bei einer natürlichen Aufzucht nutzen die Küken die Möglichkeit, sich unter die Fittiche der Mutter zu wärmen.

Bei einer künstlichen Kükenaufzucht sollte der Hühnerhalter auf die Außentemperatur achten. Für die Aufzucht der Küken ist nicht unbedingt eine Henne nötig. Sogar Puten sind wunderbare Leihmütter. Dabei ist zu beachten, dass die Kleinen im Alter zwischen zweieinhalb und drei Wochen keine neue Glucke mehr akzeptieren. In diesem Fall ist dann nur noch eine künstliche Kükenaufzucht möglich.

 

Hühnerfutter für Küken

Die Kleinen sind zwar schon von Geburt an im Stande zu picken, jedoch bekommen sie vorerst Pressfutter oder Kükenmehl auf einem Brettchen oder in kleinen Schälchen zu fressen. Zu diesem Futter sollte man natürlich auch frisches Grünzeug anbieten (Löwenzahn, Brennnesseln…). Das Grünzeug ist dabei fein geschnitten, sodass die Küken keine Probleme haben, dieses aufzunehmen.

Da Küken nicht ansatzweise so viel Hühnerfutter fressen können wie ausgewachsene Hühner, sollte jeder Hühnerhalter darauf achten, die Portionen klein zu halten. Durch übermäßigten Überfluss kann es dazu führen, dass das Futter anfängt zu schimmeln. Dadurch steigt das Risiko einer Krankheit (vor allem bei unerfahrenen Jungtieren).

Ab der zweiten Woche wird zu dem Pressfutter / Kükenmehl auch Weichfutter oder Weichfuttermischungen angeboten. Bei Weichfuttermischungen können zum Beispiel Magerquark hinzugefügt werden. Um Zeit zu sparen und gleichzeitig weniger Aufwand für die Hygiene aufwenden zu müssen, gibt es sogenannte Futterautomaten. Diese bieten die Möglichkeit einer rationierten Futterausgabe, und der Großteil aller privaten und kommerziellen Hühnerhaltungen besitzen solche Automaten.

 

Futterwasserautomat

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Künstliche Kükenaufzucht

 

Vor dem Schlupf der Bruteier

Im Gegensatz zur natürlichen Kükenaufzucht muss der Hühnerhalter bei der künstlichen Aufzucht die Glucke durch eine Brutmaschine ersetzen. Dabei besteht die Kunst darin, Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sauerstoffzufuhr möglichst naturgemäß zu modellieren, sodass eine hohe Brutausbeute erreicht werden kann.

 

Mikroklimatische Bedingungen bei der künstlichen Kükenaufzucht

Nach dem Bau oder der Anschaffung des eigenen Brutgerätes müssen natürlich die mikroklimatischen Bedingungen eingehalten werden, damit möglichst viele Küken schlüpfen. Die wichtigsten Faktoren sind unterhalb in einer Tabelle im Überblick aufgeführt.

Kükenaufzucht Diagramm 1

 

Der tägliche Arbeitsaufwand

Je nachdem, ob das Brutgerät die Eier automatisch oder manuell wendet, ist der Arbeitsaufwand unterschiedlich. Bei automatischer Wendung sollte der Hühnerhalter prinzipiell ein paar Mal am Tag Acht auf die Temperatur- & Luftfeuchtigkeitswerte legen. Außerdem muss hin und wieder die Wasserzufuhr nachgefüllt werden. Ansonsten funktioniert alles Weitere vollautomatisch.

Bei manueller Eierwendung müssen die Bruteier ca. 4x am Tag jeweils um ¼ der Längsachse gewendet werden. Somit wird ein Verkleben des Embryos an der Eierschale verhindert. Eine Glucke dreht ihre Bruteier ebenso mehrmals täglich behutsam im Nest herum.

Ansonsten müssen alle Verpflichtungen wie bei der angesprochenen Vollautomatik erledigt werden. Das heißt im Konkreten das Auffüllen des Wassers im Brutgerät sowie die Beobachtung der Messwerte auf dem Display. Bei wirklich einfachen Geräten gehört das tägliche Lüften (Sauerstoffzufuhr) auch zu den täglichen Aufgaben.

 

Eier-in-Brutmaschine

 

Kann man die künstliche Brut zu jeder Jahreszeit durchführen?

Der Hühnerhalterselbst  ist nicht abhängig von der Brutzeit der Hennen, sondern kann den Brutzeitraum selbst bestimmen. Dabei ist die einzige Voraussetzung das Vorhandensein von befruchteten Eier.

Die Natur hat nicht ohne Grund die Hauptbrutphase im Zeitraum des Frühlings gelegt. Die Temperatur und die Nahrungsvielfalt sind natürlich völlig unterschiedlich zu kalten Wintertagen. Wenn sich der Hühnerhalter für eine künstliche Kükenaufzucht im Winter entscheiden sollte, muss er natürlich dementsprechende Lebensverhältnisse schaffen, um eine artgerechte Aufzucht zu gewährleisten. Von daher ist eine Kükenaufzucht im Frühling am empfehlenswertesten.

 

Nach dem Schlupf der Bruteier

Nach dem mühseligem Freikämpfen aus der Eierschale sind die Küken unglaublich erschöpft und wie nach einer menschlichen Geburt verklebt. Wenige Stunden vergehen und die Kleinen sehen dann wie gewöhnliche Plüschbällchen aus.

Vor allem in den ersten zwei Wochen nach dem Schlupf ist auf eine wärmende und trockene Umgebung zu achten. Außerdem sollte die Umgebungstemperatur möglichst konstant gehalten werden. Da keine Henne für die lebensnotwendige Temperatur und den Schutz sorgt, muss das der Hühnerhalter selbst in die Hand nehmen. Grundsätzlich sollte Zugluft im Stall ausgeschlossen werden.

 

Wärmelampen im Hühnerstall für die Kükenaufzucht

Es gibt beispielsweise spezielle Lampen, welche man im Hühnerstall aufhängen kann, um eine Wärmequelle zu schaffen. Die richtige Höhe der Lampe erkennt man durch das Beobachten und Ausprobieren. Da verschiedene Lampen unterschiedliche Stärken haben, gibt es hierbei keine Faustregel. Eine gute Temperatur beläuft sich um die 32°C.

Nach dem Aufhängen positionieren sich die Küken automatisch in Nähe der Lampe, um sich zu wärmen. Wenn sich die Küken alle direkt unterhalb der Wärmelampe zusammenkuscheln, dann ist dies ein Indiz dafür, dass sie zu weit entfernt ist. Wenn sich alle Küken mit größerem Abstand von der Lampe entfernen, dann hängt diese zu weit unten und strahlt somit unangenehm viel Hitze für sie aus. Damit kann insgesamt gesagt werden, dass ein lockerer Verband von Küken unterhalb der Lampe als ideal zu betrachten ist.

Wärmelampe

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Es macht Sinn, ein spezielles Areal für die Küken im Stall einzugrenzen. Ansonsten platzieren sich die ausgewachsenen Hühner in Nähe der wärmenden Lampe und rauben den kleinen Küken die lebensnotwendige Wärme. Ein weiterer Faktor für eine artgerechte Kükenaufzucht ist trockener und staubfreier Einstreu.

Als Besatzungsdichte kann man ruhig 10-15 Küken pro Quadratmeter einplanen.

Ein Auslauf ist (wie bei der natürlichen Aufzucht) erst ab dem 8ten Lebenstag zu empfehlen. Dabei ist wiederrum auf die Witterungsbedingungen zu achten. Bei Regen und kaltem Wind ist es nicht empfehlenswert, die kleinen Küken draußen laufen zu lassen, da diese ohne mütterliche Begleitung keinen direkten Schutz haben.

 

 

Fütterung der Küken

Diese ist absolut identisch zu der bereits angesprochenen Hühnerfütterung bei natürlicher Kükenaufzucht (siehe oben). Der einzige Unterschied ist die Abwesenheit der Mutter. Hühner sind an sich Nestflüchter und kommen nahezu unmittelbar nach dem Schlüpfen relativ eigenständig zurecht. Wenn der Hühnerhalter für eine warme und trockene Umgebung sorgt sowie frisches Wasser und die richtige Nahrung für die Küken bereitstellt, dann braucht man sich absolut keine Sorgen zu machen.

Anfangs muss man den Küken möglicherweise zeigen, wo das Wasser ist, indem man ihr Schnäbelchen sanft ins Wasser taucht. Alles weitere findet das Küken selbstständig heraus.

 

Fazit

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